DxO ONE Reference Manual Welcome to the DxO ONE Reference Manual Fri, 16 Feb 2018 17:13:50 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8.3 https://reference-dxoone.dxo.com/wp-content/uploads/2017/01/cropped-logo-app-dxo-one-32x32.png DxO ONE Reference Manual 32 32 Der Kontrast Fri, 19 Jan 2018 13:24:06 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/?p=59539

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Der Kontrast
Komposition

Der Kontrast eines Bildes spielt eine Rolle in Bezug auf den künstlerischen Aspekt. Er wird durch den Modus für die Belichtungsmessung und die Nutzung der korrekten Belichtung technisch verändert.

Der Kontrast eines Bildes ist von verschiedenen Lichtquellen und hellen und dunklen Elementen in der fotografierten Szene abhängig.

Im Sommer ist das Licht um die Mittagszeit sehr hart und bildet einen starken Kontrast zwischen den Schatten- und den Lichtbereichen. Man fotografiert in der Regel mit dem Rücken zur Sonne, um von einer homogenen Ausleuchtung zu profitieren. Wenn Sie sich mit Blick in die Sonne platzieren (Gegenlicht), erhalten Sie dagegen außergewöhnliche Effekte. Das Gegenlicht beispielsweise ermöglicht das Erstellen von Porträts mit chinesischen Schattenspielen: Ihr Motiv löst sich von der beleuchteten Szene und Sie erhalten ein herausragendes Ergebnis zwischen Schatten und Licht, das die Konturen des Motivs unterstreicht. Nutzen Sie beispielsweise einen Torbogen und platzieren Sie diesen in Ihrem Foto im Schatten, am Rand des Bildes: Er verleiht dem Bild Tiefe und Kontrast.

Fotografiert man im Winter im Schnee, so fotografiert man Weiß, das von Motiven mit hohem Kontrast umgeben ist. Im AUTO-Modus (automatisch) wendet Ihre DxO ONE eine mittlere Belichtung auf die gesamte Szene an. Da es viele helle Werte gibt, besteht die Tendenz zur Unterbelichtung: Der Schnee wirkt dann grau und kontrastlos. Um ein besseres Ergebnis zu erzielen, verwenden Sie die Belichtungskorrektur, die in allen Aufnahmemodi verfügbar ist. Wenn das Ergebnis damit immer noch nicht Ihren Vorstellungen entspricht, wählen Sie den Modus M (manuell) und testen Sie mehrere Einstellungen, um die zu ermitteln, die Ihnen am besten gefällt. Es geht darum, ein gutes Gleichgewicht zwischen den hellen und den dunklen Bereichen der Szene zu finden. Gleichzeitig müssen Sie sich im Klaren darüber sein, dass dem Bild Tiefe fehlt, wenn der Schnee zu hell ist.
Grundsätzlich gilt: Am Ende Ihres Skitags ist der Kontrast weniger stark und die Belichtung lässt sich einfacher einstellen!

Technisch betrachtet verändern hauptsächlich die drei Messmodi Ihrer DxO ONE den Kontrast.
Die Matrixmessung ermittelt einen Mittelwert der Belichtung und mildert den Kontrast: Diese Wahl ist zu empfehlen, wenn die Sonne grell ist und Sie so viele Details wie möglich sowohl in den hellen als auch in den dunklen Bereichen beibehalten möchten.
Die mittenbetonte Messung führt eine Messung im Zentrum des Bildes aus. Sie ist in den meisten Fällen ausreichend – auch dann, wenn die Szene nur wenig kontrastreich ist.
Die punktuelle Belichtungsmessung widmet sich nur einem sehr begrenzten Bereich, den Sie selbst über den Fokuspunkt festlegen. Befindet sich dort eine sehr helle Quelle, beispielsweise eine Stehlampe vor dunklem Hintergrund, wird dieser Bereich korrekt belichtet, aber der Rest des Bildes wird ggf. stark unterbelichtet und das Bild weist sehr hohe Kontraste auf. Man erhält dadurch ein Bild im Low-Key-Stil oder mit Chiaroscuro-Effekt. Wenn es sich um ein dunkles Motiv handelt, wird der Hintergrund umgekehrt sehr hell, eventuell sogar überbelichtet. Man erhält so ein Bild mit High-Key-Effekt.

Ist die Szene grau oder bedeckt, fehlen die Schatten. Das Bild ist ruhig und weich, aber es fehlt ihm an Tiefe und der Kontrastumfang ist geringer. Der Kontrast kann erhöht werden, wenn die Belichtung, die von der Zelle vorgegeben wird, verändert wird. Verwenden Sie hierzu die Belichtungskompensation Ihrer DxO ONE, um Ihr Bild unterzubelichten. Um den entsprechenden Wert auszuwählen, verschieben Sie einfach den Schieberegler, bis Sie das gewünschte Ergebnis erhalten. Diese Funktion kann in den Modi Auto, P (Programm), A (Blendenpriorität/Zeitautomatik) und S (Verschlusszeitpriorität/Blendenautomatik) genutzt werden und ermöglicht eine Betonung der Kontraste. Ist das Bild zu weich, erhöhen Sie den Kontrast über ein Bildbearbeitungsprogramm.

Wenn der Kontrast der Szene zu hoch ist und Sie die Aufnahme nicht korrigieren konnten, können Sie dunkle oder helle Farbtöne in der Nachbearbeitung mit einer Software von DxO nachbessern. Alternativ können Sie die Schatten bei der Aufnahme des Bildes aufhellen, indem Sie die Intensität von Mobile Smart Lighting in den Parametern der DxO ONE festlegen (Abschnitt „Shooting settings“).

Zeitrafferbewegung Mon, 30 Oct 2017 00:59:25 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/motion-time-lapse/

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Zeitraffer
Zeitrafferbewegung

Was Sie für dieses Tutorial benötigen
– Stativ und DxO ONE Stand-Zubehör (Stativadapter)
– Gerät zum Schieben oder Schwenken
Für die weiteren Schritte
– DxO ONE Optical Adapter-Zubehör und ND-Filter mit hoher Dichte, zirkularer Polfilter
– Power Bank und Kabelzuführung für die DxO ONE Outdoor Shell für längere Aufnahmen
Einstellungen
– Intervall oder Dauer je nach aufzunehmendem Phänomen: 15 Min. für Wolken oder menschliche Aktivitäten, 2 Std. für Sonnenuntergang, 5 bis 12 Stunden für Sterne
– Auto-Ramping aktiviert
– Modus M, Blende anpassen (bevorzugt: F/2.8 bis F/4) und ISO, um eine lange Belichtungszeit zu erzielen, oder Modus S mit einer langsamen Geschwindigkeit
– Manueller Fokus auf unendlich

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Einführung

Wir alle wissen, dass Bewegung der Schlüssel zu ansprechenden Zeitrafferaufnahmen ist – es ist die Möglichkeit, die Welt zu beschleunigen und sie in völlig anderem Licht betrachten zu können. Jetzt ist es jedoch an der Zeit für den nächsten Schritt und auch die Kamerabewegung als weitere Komponente hinzu zu fügen. So erstellen wir noch eindrucksvollere und dynamischere Videos, spielen mit verschiedenen Geschwindigkeiten und Perspektiven und geben dem Betrachter das Gefühl, in unserer Kreation zu versinken.

In diesem Tutorial sehen wir, wie Zeitrafferaufnahmen mit Hilfe der DxO ONE und verschiedenen Systemen zur Bewegungsführung entstehen.

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Machen Sie sich mit Ihrem Rig vertraut

Bei der Arbeit mit Motion Control Systemen ist es sehr wichtig zu verstehen wie das Equipment (“Rig”) funktioniert und welche Eigenschaften es aufweist. Daher lesen Sie im Vorfeld die Bedienungsanleitung und machen Sie sich mit dem Rig vertraut. Egal ob es sich um einen Panoramakopf oder einen Neiger, einen motorisierten Slider oder ein 3-Achsen-Rig handelt, das Beherrschen der jeweiligen Funktionen vor dem Shooting ist unabdingbar. Ich empfehle für den Anfang einen kleinen, Links-Rechts-Neiger, mit dem wir ein breites Panorama erstellen können und so Bereiche der Gesamtszene enthüllen können, die wir mit einem einzigen Weitwinkelobjektiv niemals hätten abbilden können.

Wenn Sie mehr Erfahrung gesammelt haben, möchten Sie vielleicht einen motorisierten Slider ausprobieren, der Ihnen weitere Optionen bietet und die Erstellung von noch dynamischeren Bildern ermöglicht, weil Kamerabewegungen die Perspektive ändern und das Gefühl der Kamerabewegung im Vergleich zu einem Drei-Wege-Neiger deutlich dramatisiert wird. Selbstverständlich hat der Slider einen Größen- und Gewichtsnachteil, denn er ist deutlich unhandlicher als ein Schwenk-Neige-Kopf. Da aber die DxO ONE so klein und leicht ist, benötigen Sie kein großes Rig: selbst die kleinsten und damit auch handlichsten sind bestens geeignet.

Manchmal konzentrieren sich weniger erfahrene Zeitrafferfotografen auf die Kamerabewegung und vergessen darüber die Grundlagen. Es gibt zwei Dinge, die Sie niemals vergessen sollten: suchen Sie sich eine gute Location und warten Sie auf das beste Licht (Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang), bevor Sie sich mit Motion Control Systemen auseinandersetzen.

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Belichtungseinstellung

Die Wahl der richtigen Verschlusszeit ist beim Fotografieren mit Bewegungsführungssystemen sehr wichtig. Wie in vorangegangenen Tutorials bereits erklärt, kontrolliert die Verschlusszeit die Bewegungsunschärfe in unserem Bild und wir wissen, wie wichtig diese ist, um gleichmäßige Bilder zu erzielen. Viele Einsteiger glauben, dass das Bild unscharf wird wenn sich die Kamera während der Aufnahme bewegt – daher denken sie, dass sie das Bewegungsführungssystem bei der Aufnahme anhalten müssen und es nur verwenden sollen, um die Kamera zwischen zwei Aufnahmen zu bewegen (eine Technik, die als „move-shoot-move“ bekannt ist), aber das ist falsch.

Wir brauchen ein sich bewegendes Motion Control System, um dem finalen Video Bewegungsunschärfe verleihen zu können. Bedenken Sie, dass 30 unscharfe Bilder ein scharfes Bewegtbild ergeben – also egal welches Hilfsmittel wir einsetzen, wir sollten jederzeit eine ausreichend lange Belichtungszeit bei unserer DxO ONE wählen, um Bewegungsunschärfe erzielen zu können. Ich fotografiere normalerweise mit einer Verschlusszeit von 0,5 oder 1 Sekunde.

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Intervalleinstellung

Wenn Sie unseren Zeitraffertutorials folgen, kennen Sie sich mit der Intervalleinstellung bereits aus. Sie wissen, dass Sie ein umso kürzeres Intervall wählen sollten, je höher die Geschwindigkeit der jeweiligen Szene ist. Wenn Sie also Stadtaufnahmen machen, bietet sich das kürzest mögliche Intervall an, ein Intervall von 1 Sekunde. Bei langsamen Landschaftsaufnahmen oder Nachtzeitrafferaufnahmen, entscheiden wir uns für 20 oder 30 Sekunden.

Da die DxO ONE keinen Anschluss hat, über den das Motion Control System direkt angesteuert werden kann, müssen wir sie manuell mit dem Rig synchronisieren. Das ist ziemlich einfach: Zur Synchronisation stellen Sie den Slider oder Neiger auf das gleiche Intervall und die identische Aufnahmedauer und Bildrate wie die DxO ONE ein. Lösen Sie die DxO ONE aus und starten Sie dann Ihr Rig – warten Sie bis beide ihren Durchlauf beendet haben. Sie sollten gleichzeitig zum Ende kommen und der entstehende Clip sollte daher perfekt aussehen. Falls Sie einen einfachen Neiger Ihr Eigen nennen, legen Sie seine Rotationsgeschwindigkeit fest und passen Sie die Dauer der Zeitrafferaufnahme der DxO ONE entsprechend an.

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Ergebnisanalyse

Wenn Sie den einzelnen Schritten gründlich gefolgt sind, sollten Sie einen sehr dynamischen Videoclip erhalten – einen mit perfekter Synchronisation, bei dem Kamera und Bewegungsführungssystem gleichzeitig enden. Die beiden häufigsten Fehler sind
1. die Einstellung unterschiedlicher Werte der beteiligten technischen Mittel (insbesondere das Anhalten eines Geräts vor dem anderen) und
2. die Verwendung einer sehr schnellen Kamerabewegung (was abgehackte und unscharfe Bilder produziert). Also versuchen Sie, eine lange und langsame Bewegung von etwa 20 Sekunden auf Ihrem Slider einzustellen und dann reduzieren Sie die Verschlusszeit auf einen Wert von beispielsweise 1/3 oder ½ Sekunde. (Übrigens ist es sehr hilfreich, eine externe Powerbank und die DxO ONE WLAN-Funktion einzusetzen, wenn Sie ein Bewegungsführungssystem verwenden.)


Enrique Pacheco
Reisefoto
und videograf
& Zeitraffer-Experte
enriquepacheco.com

Tag/Nacht-Übergänge Sun, 29 Oct 2017 23:28:47 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/transitions/

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Zeitraffer
Tag/Nacht-Übergänge

Was Sie für dieses Tutorial benötigen
– Stativ und DxO ONE Stand-Zubehör (Stativadapter)
– Power Bank für eine Aufnahmezeit von mehr als 45 Min. (Kapazitätsfunktion der Zeitrafferdauer insgesamt)
Für die weiteren Schritte
– Astronomie-App für die Position der Himmelskörper
Einstellungen
Je nach Situation:
– Stadt oder Wolken: 10-Sekunden-Intervall, 2 Std. Dauer
– Dunkel oder keine Wolken: 30-Sekunden-Intervall, > 5 Std. Dauer
Ausgabe als Video + RAW
Auto-Ramping aktiviert
Modus A, F/2.2 bis F/2.8
Auto ISO
Manueller Fokus auf unendlich

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Einführung

Übergänge sind wahrscheinlich die komplexesten, aber gleichzeitig die dankbarsten Effekte bei Zeitraffer-Aufnahmen – egal, ob bei dem Übergang von Tag zu Nacht oder von Nacht zu Tag. Den Fluss der Zeit und die drastische Veränderung des Lichts beobachten zu können – das sind wahrscheinlich die Aspekte, die jeden faszinieren, der mit Zeitraffer-Aufnahmen beginnt. Das Komprimieren des Sonnenuntergangs, des Mondaufgangs oder der Sternenbewegung auf ein paar Sekunden ist wirklich wunderbar. Jedoch ist dies auch eine der schwierigsten Zeitraffer-Techniken.

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Vor der Aufnahme

Die Vorbereitung der Aufnahme eines Übergangs ist von wesentlicher Bedeutung, denn unsere Aufnahme wird mehrere Stunden dauern und dies stellt uns möglicherweise vor einige Probleme. Wir müssen sicherstellen, dass die Akkuleistung und der Platz auf der Speicherkarte ausreichen. Außerdem benötigen wir Getränke und Verpflegung, falls wir während der gesamten Aufnahme anwesend sind. Wir müssen einen Tag mit wenigen oder gar keinen Wolken auswählen, denn wir verwenden ein langes Intervall und die Wolkenbewegung wäre nicht flüssig und geschmeidig.

Was die Location anbelangt, so müssen wir berücksichtigen, wo die Sonne und der Mond unter- oder aufgehen und die beste Option für unsere Aufnahme auswählen. Insofern ist es auch wichtig, dass wir eine Anwendung wie PhotoPills verwenden, um unseren Übergang sorgfältig zu planen und dabei Bewegung und Richtung der Himmelskörper zu berücksichtigen.

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Belichtungseinstellungen

Im Gegensatz zu den meisten Situationen, in denen die manuellen Einstellungsmöglichkeiten sehr zu empfehlen sind, müssen wir bei einem Übergang dafür sorgen, dass die Kamera die Belichtung nach und nach anpasst, wenn die Sonne unter- oder aufgeht. Zu diesem Zweck verfügt die DxO ONE über eine Funktion namens „Auto-ramping“, die Verschlusszeit und ISO-Wert nach und nach ändert, um die Belichtung an die Lichtmenge im jeweiligen Moment anzupassen. Wir müssen auch die automatische ISO-Einstellung wählen, da wir bei Nacht einen höheren ISO-Wert benötigen als bei Tag, damit die Verschlusszeit unter dem Aufnahmeintervall liegt. Denken Sie auch daran, den Modus für Blendenautomatik mit einer offenen Blende für die Nachtaufnahmen zu wählen. Wählen Sie den Modus für manuellen Fokus und legen Sie ihn auf unendlich fest.

Die DxO ONE kann die Belichtungszeit innerhalb einer Zehntelsekunde zwischen den Aufnahmen wechseln. Je mehr Aufnahmen Sie also machen, umso präziser wird die Bewegung und Sie vermeiden unerwünschtes Flimmern.

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Intervallfestlegung

Für Übergänge, egal ob von Tag zu Nacht oder von Nacht zu Tag, verwenden wir die längsten Intervalle, da wir ein Ereignis aufnehmen möchten, das mehrere Stunden andauert. Wenn man bedenkt, dass wir für eine Sekunde in einem Video 30 Fotos benötigen, bedeutet dies, dass, wenn wir jede Minute eine Aufnahme machen, die Aufnahmen einer Stunde lediglich zwei Sekunden im Video entsprechen.

Dauert unsere Aufnahme bei einem Übergang beispielsweise 8 Stunden, dann haben wir am Ende ein Video von insgesamt 16 Sekunden, wenn wir als Intervall 1 Minute wählen. Wünschen wir stattdessen einen etwas kürzeren Übergang, z.B. 4 oder 5 Stunden, dann können wir ein Intervall von 30 Sekunden wählen, damit wir am Ende genügend Material haben.

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Auswerten der Ergebnisse

Nach stundenlangen Aufnahmen kommt dann endlich der magische Moment: Sie können das finale Ergebnis begutachten. Wenn Sie die Option „Raw+Video“ ausgewählt haben, erstellt die DxO ONE eine Videodatei aus der Sequenz und Sie können sofort einen Blick auf das Ergebnis werfen.

Im Idealfall sollte unser Clip über saubere und flüssige Übergänge verfügen, ganz ohne stufenweise Lichtveränderungen oder Flimmern. Wenn wir uns für einen klaren Tag ohne Wolken entschieden und die Kamera korrekt eingestellt haben (Intervall, Belichtung usw.), dann sollte dies der Fall sein. Falls nicht, geben Sie nicht auf! Versuchen Sie es einfach erneut und denken Sie daran: Übung macht den Meister.


Enrique Pacheco
Reisefoto
und videograf
& Zeitraffer-Experte
enriquepacheco.com

Stadtlandschaft Sun, 29 Oct 2017 22:42:28 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/city-lights/

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Zeitraffer
Stadtlandschaft

Was Sie für dieses Tutorial benötigen
– Stativ und DxO ONE Stand-Zubehör (Stativadapter)
Für die weiteren Schritte
– Schnelle U3-Speicherkarte für Intervalle von 4-8 Sekunden in RAW
– DxO ONE Optical Adapter-Zubehör und ND-Filter mit hoher Dichte
Einstellungen
– 2- bis 4-Sekunden-Intervall, 15 Min. Dauer, Ausgabe in JPEG oder nur Video (zu schnell für RAW)
– Auto-Ramping aktiviert
– Modus M, Belichtungszeit > 0,5 Sekunden, entsprechendes Anpassen der Blende
– Manuelle ISO 100
– Manueller Fokus auf das Motiv

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Einführung

Digitalkameras und Zeitraffer-Technik haben uns in den vergangenen Jahren ermöglicht, Städte mit anderen Augen zu sehen,und insbesondere die Geschwindigkeit und Dynamik ihrer unaufhörlichen Bewegung wahrzunehmen.
Dank der Technologie können wir heute bei sehr wenig Licht fotografieren und trotzdem klare und rauschfreie Bilder erzeugen. In diesem Tutorial besprechen wir die wichtigsten Regeln für herausragende Zeitraffer-Aufnahmen von Städten.

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Vor der Aufnahme

Wie in allen Szenen sollten Sie zunächst den richtigen Ort wählen, von dem aus Sie Ihre Aufnahme machen. Es ist wichtig, dass Sie eine gute Perspektive haben, von der aus Sie die Bewegung der Autos und Menschen sehen können.

Die Szene wirkt in der Regel interessanter, wenn sich Ihre Position an einem höheren Punkt befindet, denn wenn wir uns von unseren Motiven entfernen wirken unsere Kompositionen interessanter. Ihre Größe wird dadurch betont und die Bewegungen werden verlangsamt, da Autos ansonsten zu schnell vorbeifahren würden. Außerdem vermeiden wir so, dass die Lichter von Fahrzeugen direkt in unsere Kamera treffen und dadurch ein unerwünschtes Flimmern verursachen.

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Belichtungseinstellungen

Bei Zeitraffer-Aufnahmen in Städten sind die richtige Verschlusszeit und Blende sehr wichtig. Diese Faktoren dienen nicht nur dazu, das Licht zu kontrollieren, das auf den Sensor trifft, sondern sie sind auch für das Ausmaß der Bewegungsunschärfe und der Schärfentiefe verantwortlich – zwei wichtige Merkmale in diesen Szenen.
Die Verschlusszeit ist vielleicht das wichtigste Element bei Zeitraffer-Aufnahmen in Städten. Wenn wir eine sehr kurze Verschlusszeit wählen, frieren wir die Bewegung ein und die Zeitraffer-Aufnahme wirkt nicht flüssig. Daher empfehle ich eine Verschlusszeit von mindestens 0,5 Sekunden, wobei 1 bis 3 Sekunden ebenfalls gute Richtwerte sind, je nach der Bewegung in der Szene. Fotografieren wir bei Nacht, ist es kein Problem, diese Geschwindigkeiten zu erreichen: Schließen wir die Blende auch nur ein wenig, erreichen wir schon eine Belichtungszeit von 1 Sekunden. Tagsüber ist das etwas schwieriger. Selbst wenn wir die Blende auf f/11 einstellen, genügt dies nicht, um die notwendigen Verschlusszeiten zu erreichen, und es werden Lichtreflexe rund um helle Lichter erzeugt. Aus diesem Grund müssen wir unbedingt ND-Filter (Neutral Density oder Neutraldichte-Filter) verwenden. Die wirkungsvollsten Filter sind 0.9 und 1.2, was 3-5 Blendestufen entspricht.

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Intervallfestlegung

Wenn Sie mit der Zeitraffer-Technik vertraut sind, dann kennen Sie diese Regel bereits – falls nicht, dann merken Sie sich eine Sache unbedingt: Je höher die Geschwindigkeit in Ihrer Szene, um so kürzer müssen Sie das Intervall zwischen den Aufnahmen festlegen.
Deshalb wählen wir das Intervall bei Aufnahmen in Städten so kurz wie möglich, denn in Städten haben wir es mit den schnellsten Bewegungen zu tun: Autos und Menschen.
Ideal ist es, ein Intervall von 1 Sekunde zwischen den Aufnahmen zu wählen, damit die finale Bewegung der Stadt so flüssig und geschmeidig wie möglich ist. Leider sind die meisten modernen Kameras nicht in der Lage, bei dieser hohen Serienbildfrequenz hochauflösende Bilder zu machen, da der Pufferspeicher schnell voll ist, bevor die Kamera die Daten auf der Karte speichern kann. Das bedeutet, wir müssen das kürzeste Intervall wählen, bei dem wir einen kontinuierlichen Rhythmus erzielen. Mit der DxO ONE bedeutet das ein Foto alle vier Sekunden im RAW-Modus bei einer schnellen 10 U3 Speicherkarte. (Natürlich können wir jederzeit auch Bilder im JPG-Format aufnehmen, wenn wir ein kürzeres Intervall benötigen.)

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Auswerten der Ergebnisse

Durch die Auswertung der entstandenen Zeitraffer-Aufnahme lässt sich am meisten lernen und dank der direkten Videoerstellung der DxO ONE sofort nach der Aufnahme ist die Bewertung einfacher und bequemer als je zuvor.

Wenn Sie wie empfohlen eine lange Verschlusszeit gewählt haben, erhalten Sie einen Clip mit einer schönen Bewegungsunschärfe. Wählten Sie eine kleine Blende, sind die Bilder klar und verfügen über eine gute Schärfentiefe. Und wenn Ihr eingestelltes Intervall kurz genug war, dann ist die Bewegung kontinuierlich und flimmerfrei. Sollte das Ergebnis nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, dann nutzen Sie die Gelegenheit, dass Sie sich in einer Stadt befinden, die immer in Bewegung ist. Wiederholen Sie die Aufnahme einfach und verwenden Sie dabei kurze Intervalle und Aufnahmelänge.


Enrique Pacheco
Reisefoto
und videograf
& Zeitraffer-Experte
enriquepacheco.com

Nachtaufnahmen Sun, 29 Oct 2017 22:30:02 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/night-landscape/

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Zeitraffer
Nachtaufnahmen

Was Sie für dieses Tutorial benötigen
– Stativ und DxO ONE Stand-Zubehör (Stativadapter)
– Power Bank (Kapazitätsfunktion der Zeitrafferdauer insgesamt)
Für die weiteren Schritte
– Astronomie-App für die Position der Himmelskörper
Einstellungen
– Testen Sie, bevor Sie die Zeitrafferaufnahme aktivieren:
Modus M, F/1.8 bis F/2.2
Manuelle ISO: 800 für Mondlicht/Städte, 1600 bis 3200 für dunkle Nächte/ Milchstraße
Manueller Fokus auf unendlich
– 30-Sekunden-Intervall, > 5 Std. Dauer
– Ausgabe als Video + RAW
– Auto-Ramping aktiviert

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Einführung

Es gibt vermutlich nichts, was die Menschheit mehr fasziniert, als das Universum – die Planeten, Sterne und Galaxien. Das Festhalten dieser Phänomene mit einer Kamera und diese Bilder dann der Welt zu präsentieren, ist eine der zufriedenstellendsten Formen der Fotografie. Mit der Zeitraffer-Technik können wir aber auch die Bewegung unseres Planeten und anderer Himmelskörper zeigen.

Leider ist eine Zeitraffer-Aufnahme bei Nacht die wahrscheinlich schwierigste Form der Timelapse. Aber keine Sorge, die DxO ONE unterstützt Sie dabei. So funktioniert‘s.

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Vor der Aufnahme

Planung ist immer wichtig, aber gerade bei nächtlichen Zeitraffer-Aufnahmen kommt der Planung besondere Bedeutung zu.

Zunächst müssen Sie eine geeignete Nacht wählen. Wenn wir einen prächtigen Sternenhimmel oder die Milchstraße fotografieren möchten, dann benötigen wir eine mondlose Nacht, denn durch das Mondlicht sind die Sterne weniger gut sichtbar. Wenn wir hingegen eine Landschaft im Mondlicht fotografieren möchten, eignet sich am besten eine Nacht, in der ein voller oder fast voller Mond relativ spät aufgeht, wenn es bereits dunkel ist, damit die Wirkung seines Lichts auf die Landschaft gut sichtbar wird. Natürlich ist es sehr wichtig, sicherzustellen, dass die Nacht klar sein wird und nicht sehr feucht. Selbst wenn es nicht regnen oder feucht sein sollte, empfiehlt es sich immer, die Outdoor Shell für die DxO ONE zu verwenden, um sie vor plötzlichem Regen oder Tau zu schützen.

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Belichtungseinstellungen

Die Belichtung für Zeitraffer-Aufnahmen bei Nacht kann stark variieren. Dies hängt besonders davon ab, ob wir die Sterne und die Milchstraße in einer mondlosen Nacht fotografieren möchten oder das Licht des Vollmonds in der Landschaft.
Im ersten Fall benötigen wir eine längere Belichtung. Wir müssen also die Blende der DxO ONE möglichst weit öffnen (f/1.8), den ISO-Wert soweit nach oben setzen, wie es der DxO ONE Sensor erlaubt (unter Berücksichtigung des Rauschens etwa ISO 1600), und den Belichtungsmesser der DxO ONE verwenden, wenn wir die Verschlusszeit an die Szene anpassen. In einer dunklen Nacht läge die Verschlusszeit bei etwa 20 Sekunden. Fotografieren wir bei Vollmond, können wir die ISO-Einstellung auf 800 herabsetzen, damit das Rauschen reduzieren und die Verschlusszeit nach Bedarf anpassen.

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Intervallfestlegung

Das Intervall für Zeitraffer-Aufnahmen bei Nacht ist vielleicht am leichtesten zu berechnen oder festzulegen: Nehmen Sie einfach die ausgewählte Verschlusszeit und geben Sie 2 oder 3 Sekunden hinzu.
Wenn wir beispielsweise die Sterne in einer mondlosen Nacht fotografieren und wir eine Belichtung von 20 Sekunden ausgewählt haben, dann eignet sich ein Intervall im Bereich von 23 oder 24 Sekunden zwischen den Aufnahmen. So hat die DxO ONE genügend Zeit, das Bild zu speichern und das nächste aufzunehmen, ohne den Pufferspeicher zu füllen.

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Auswerten der Ergebnisse

Nach den nächtlichen Aufnahmen und eventuell einer Übernachtung unter freiem Himmel, ist es Zeit, das Ergebnis zu prüfen.
Wenn Sie die Option „Video + RAW“ verwendet haben, können Sie den Clip direkt auf Ihrem iPhone abspielen und so prüfen, ob die Belichtung korrekt ist, die Kamera die gesamte Sequenz aufgenommen hat und ob Ihr externer Akku die ganze Nacht durchgehalten hat. Die häufigsten Fehler bei Zeitraffer-Aufnahmen bei Nacht sind in der Regel Fokussierung und Belichtung.
Stellen Sie sicher, dass Sie den Fokus manuell auf einen hellen Stern gelegt und dass Sie mithilfe des Belichtungsmessers der DxO ONE eine korrekte Belichtung gewählt haben.


Enrique Pacheco
Reisefoto
und videograf
& Zeitraffer-Experte
enriquepacheco.com

Stürme Sun, 29 Oct 2017 22:24:04 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/storms/

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Zeitraffer
Stürme

Was Sie für dieses Tutorial benötigen
– Stativ und DxO ONE Stand-Zubehör (Stativadapter) oder DxO ONE Outdoor Shell (integriertes Stativgewinde)
– Wetter-App
– DxO ONE Outdoor Shell-Zubehör (wasserdichtes Gehäuse)
Für die weiteren Schritte
– Schnelle U3-Speicherkarte für Intervalle von 4-8 Sekunden in RAW
– DxO ONE Optical Adapter-Zubehör und ND-Filter mit hoher Dichte
– Power Bank und Kabelzuführung für die DxO ONE Outdoor Shell für längere Aufnahmen
Einstellungen
– 10- bis 15-Sekunden-Intervall, Dauer 1 bis 2 Stunden
– Auto-Ramping aktiviert
– Modus M, Blende anpassen (bevorzugt: F/2.8 bis F/4) und ISO, um eine lange Belichtungszeit von etwa 10 Sekunden zu erzielen, oder Modus S mit einer entsprechend langsamen Geschwindigkeit
– Manueller Fokus auf unendlich

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Einführung

Blitz, Donner, Regen und Wind sind wohl einige der wichtigsten Elemente eines Sturms. Während die meisten Menschen davor flüchten und sich in Sicherheit bringen, ist ein Sturm für Fotografen, insbesondere für die Fans von Zeitraffer-Aufnahmen, eine einmalige Gelegenheit, spektakuläre Bilder zu machen.

In diesem Tutorial erfahren wir, wie wir mit der DxO ONE bestmögliche Ergebnisse trotz schwieriger Bedingungen beim Fotografieren eines Sturms erzielen.

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Vor der Aufnahme

Bevor wir uns auf die Jagd nach dem Sturm begeben, müssen wir Informationen über das Wetter sammeln, beispielsweise Sturmaktivität, Windrichtung usw. Eine App wie zum Beispiel „Windy“ kann uns all diese Informationen liefern. Außerdem benötigen wir wasserfeste Kleidung, die Schutzhülle Outdoor Shell für die DxO ONE sowie ein Reisehandtuch, um unsere Ausrüstung bei Bedarf zu trocknen.
Außerdem packen wir wie immer unseren externen Akku ein, um die DxO ONE über einen längeren Zeitraum mit Strom zu versorgen.

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Belichtungseinstellungen

Stürme können zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten, aus Sicht der Fotografen ereignen sich aber die attraktivsten Stürme bei Nacht, denn dann sind die Blitze viel deutlicher zu sehen. Da wir nicht wissen, wann es blitzen wird, müssen wir unsere Kamera so einstellen, dass sie die ganze Zeit Bilder aufnimmt. Das heißt, wir benötigen lange Belichtungszeiten von mindestens 10 Sekunden. Auf diese Weise nehmen wir manchmal sogar mehr als einen Blitz auf. In den meisten Fällen reicht eine moderate Empfindlichkeit von etwa ISO 800 und eine Blende von f/2.8 aus. Für eine Nachtaufnahme erscheint diese Belichtung möglicherweise nicht ausreichend und wenn wir eine Testaufnahme machen, dann ist unser Bild vermutlich etwas dunkel. Bedenken Sie jedoch dass der Himmel bei einem Blitz deutlich aufgehellt wird. Würden wir wir eine längere Belichtung wählen – beispielsweise eine Belichtung, die sich für eine Nachtszene eignet – dann wird der Blitz den Bildausschnitt überbelichten, den wir eigentlich gut belichtet wiedergeben möchten. Machen Sie also einige Testaufnahmen und wählen Sie eine angemessene Belichtung.

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Intervallfestlegung

Wie bereits gesagt möchten wir also, dass die DxO ONE so lange wie möglich Bilder aufnimmt, damit wir keinen Blitz verpassen. Das Intervall zwischen den Aufnahmen sollte also so kurz wie möglich sein.

Am besten eignet sich für die Verschlusszeit ein Intervall von 12 oder 13 Sekunden. So hat die DxO ONE genügend Zeit, das Foto zu speichern, anstatt den Pufferspeicher damit zu füllen, gleichzeitig verlieren wir nicht zu viel Zeit zwischen den Aufnahmen. Bedenken Sie, dass wir 30 Aufnahmen für 1 Sekunde im Video benötigen. Überlegen Sie also wie lang das Video werden soll (es sollten mindestens 10 oder 15 Sekunden sein), und berechnen Sie dann, wie lange Sie Bilder machen müssen.

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Auswerten der Ergebnisse

Wenn Sie Glück haben und der Sturm Ihnen jede Menge elektrische Aktivität beschert hat, dann werden Ihre Bilder atemberaubend sein. Wenn Sie die Option „RAW + Video“ der DxO ONE verwendet haben, können Sie sich den Clip auf Ihrem iPhone ansehen und prüfen, ob Regen oder Wind Ihre Aufnahme möglicherweise gestört haben. (Manchmal ist Wasser auf der Linse und der Wind kann Verwacklungen verursachen, wenn das Stativ nicht stabil genug steht.) Stellen Sie sicher, dass Sie den Fokus manuell auf unendlich festgelegt haben und dass Sie mithilfe des Belichtungsmessers der DxO ONE eine gute Belichtung gewählt haben. Wenn Sie alle diese Tipps beherzigt haben, dann sollte Ihre Sequenz atemberaubend sein!


Enrique Pacheco
Reisefoto
und videograf
& Zeitraffer-Experte
enriquepacheco.com

Atmosphärisch: Wolken, Nebel, Stürme Sun, 29 Oct 2017 22:00:54 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/enatmospheric-clouds-fog-storms/

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Zeitraffer
Atmosphärisch: Wolken

Was Sie für dieses Tutorial benötigen
– Stativ und DxO ONE Stand-Zubehör (Stativadapter)
– Wetter-App
– Power Bank, wenn die Aufnahme länger als 45 Minuten dauert (Nebel …)
Für die weiteren Schritte
– Schnelle U3-Speicherkarte für Intervalle von 4-8 Sekunden in RAW
– DxO ONE Optical Adapter-Zubehör und ND-Filter mit hoher Dichte
– DxO ONE Outdoor Shell-Zubehör (wasserdichtes Gehäuse), falls es regnet, und Kabelzuführung für die DxO ONE Outdoor Shell zur Verbindung mit dem Battery Pack
Einstellungen
Je nach Situation:
– Starker Wind: 2-Sekunden-Intervall, 10 Min. Dauer, Ausgabe in JPEG oder nur Video (zu schnell für RAW)
– Nebel: 30-Sekunden-Intervall, 3 Std. Dauer
– Auto-Ramping aktiviert
– Modus M oder A, F/4.5 bis F/8. Wählen Sie A, wenn Sie starke Lichtabweichungen erwarten
– Manuelle ISO 100
– Manueller Fokus auf unendlich

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Einführung

Wenn wir an Zeitraffer-Fotografie denken, dann ist wahrscheinlich das Erste, das uns in den Sinn kommt, eine wunderschöne Landschaft mit sich elegant bewegenden Wolken. Wolken und andere meteorologische Phänomene wie Nebel oder Stürme spielen heute in vielen Zeitraffer-Filmen die Hauptrolle.

In diesem Tutorial erklären wir, wie Sie die besten Ergebnisse erzielen, wenn Sie Wolken und andere Wetterphänomene fotografieren. Da Wetter und Wolken sowohl im Hinblick auf die Geschwindigkeit als auch auf ihre Entwicklung sehr unterschiedlich sein können, müssen wir unsere Belichtung und unser Intervall anpassen, um optimale Ergebnisse zu erhalten.

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Vor der Aufnahme

Bevor wir überhaupt anfangen, unsere Kamera aufzubauen, sollten wir die Szene zunächst visuell analysieren und alle Elemente bewerten, die eine Rolle spielen. Bewegen sich die Wolken langsam oder schnell? Falls Nebel vorhanden ist, steigt er auf oder löst er sich auf? Wenn ein Sturm herrscht, bewegt er sich auf uns zu oder von uns weg? Es ist wichtig, nicht nur die aktuelle Situation zu analysieren, sondern auch zu versuchen, die Entwicklung der Elemente vorherzusehen, denn in den meisten Fällen nehmen wir uns viel Zeit für die Aufnahme und diese Entwicklung wirkt sich auf das Ergebnis des Videos aus.
Wir analysieren also zunächst sorgfältig die Wettervorhersage, was Wolken und Wind, aber ebenso was die Position der Sonne und ihre Richtung angeht.

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Belichtungseinstellungen

Die richtige Belichtung ist ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis bei Zeitraffer-Aufnahmen. Des Weiteren ist der entsprechende Modus wichtig. In diesem Tutorial verwenden wir grundsätzlich den manuellen Modus (M) und wählen eine relativ geschlossene Blende zwischen f/5 und f/6.3. Auf diese Weise erzielen wir eine homogene Belichtung, ohne Flimmern und unerwünschte Abweichungen. Gleichzeitig profitieren wir von einer großen Schärfentiefe und einer guten Schärfe.
Kommen wir zur Verschlusszeit. Um eine angenehme und fließende Bewegung unseres Videos zu erzielen, müssen wir lange Belichtungen zwischen 0,5 und 2 s verwenden. Dies kann sich schwierig gestalten, wenn die Szene sehr hell ist. Daher empfehlen wir, einen ND-Filter (Neutral Density oder Neutraldichte-Filter) zu verwenden. Wenn Sie nicht über einen solchen Filter verfügen, sollten Sie die kleinste Blende der DxO ONE verwenden, also f/11. Senken Sie die ISO auf 100 in den manuellen Einstellungsmöglichkeiten, um den Verschluss so weit wie möglich zu verlangsamen. Wählen Sie zum Schluss den Modus für manuellen Fokus und legen Sie für die Distanz unendlich fest.

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Intervallfestlegung

Die Auswahl des Intervalls ist der wichtigste Teil unserer Einstellungen. Dieser Faktor hat die größten Auswirkungen auf das Endergebnis unserer Zeitraffer-Aufnahme. Deshalb müssen wir bei dieser Einstellung sehr sorgfältig vorgehen. Eine gute Faustregel ist: Je schneller die Bewegung in unserer Szene ist, umso kürzer muss das Intervall sein. Bei Stadtaufnahmen beispielsweise, die sich durch schnelle Bewegungen von Autos und Menschen auszeichnen, empfiehlt sich die Wahl eines sehr kurzen Intervalls von 1 oder 2 s. Bei der Aufnahme eines Sonnenuntergangs in der Wüste, bei der sich nur die Sonne bewegt, müssen wir ein wesentlich längeres Intervall von etwa 30 oder 40 s wählen.

Wolken, Stürme und Nebel bewegen sich mittelmäßig schnell, was von der Windgeschwindigkeit abhängt. Ein guter Ausgangspunkt wären daher 3 s für Wolken, die sich sehr schnell bewegen, und 5 s für langsamere Wolken oder Nebel. Dies sind nur ungefähre Werte. Am besten experimentieren Sie mit den Auswahlmöglichkeiten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wählen Sie ein kürzeres Intervall, da Sie das finale Video immer noch beschleunigen können, wenn es zu langsam ist. Wohingegen Sie ein erstelltes Video nicht verlangsamen können, wenn Sie ein zu langes Intervall gewählt haben.

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Auswerten der Ergebnisse

Eine der besten Methoden, sich weiterzuentwickeln – nicht nur im Hinblick auf die Zeitraffer-Technik, sondern im Leben allgemein – ist durch Ausprobieren. Üben Sie so viel wie möglich und analysieren Sie danach die Ergebnisse sorgfältig. So erkennen Sie, welche Fehler Sie gemacht haben und können herausfinden, wie Sie diese bei zukünftigen Aufnahmen vermeiden.

Wenn Sie die oben aufgeführten Tipps beherzigen, sollten Sie eine Zeitraffer-Aufnahme mit einer fließenden, flimmerfreien Bewegung und einer angemessenen Geschwindigkeit produzieren. Erhalten Sie jedoch ein Video mit plötzlichen Belichtungsänderungen, übermäßigen und nicht flüssigen Bewegungen, sollten Sie ein kürzeres Intervall und eine längere Verschlusszeit wählen.


Enrique Pacheco
Reisefoto
und videograf
& Zeitraffer-Experte
enriquepacheco.com

Die Ebenen Mon, 18 Dec 2017 08:54:38 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/8-7-2-compositional-layers-camera-shot-types/

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Die Ebenen
Komposition

Verwenden Sie Tiefenebenen, um Ihrem Bild mehr Struktur zu verleihen.
Die Bildebenen eignen sich perfekt für Porträtaufnahmen.

Ein Bild sollte ein Hauptmotiv und ein oder mehrere Nebenmotive haben. Wenn man ein Bild komponiert, muss man also an die Platzierung dieser Motive denken. Die Ebenen dienen dazu, Ihnen bei der Komposition und bei der Wahl des Bildausschnitts zu helfen, damit Sie perfekte Harmonie in Ihrem Bild schaffen.

Es gibt zwei Arten von Ebenen, die sich je nach Motiv kombinieren lassen:

  • 1
    die Tiefenebenen, die sich naturgemäß um Sie herum befinden und,
  • 1
    die Bildausschnittebenen, die von der Entfernung zwischen Ihnen und dem Motiv abhängen.

Möglicherweise finden sich in Ihrer Szene verschiedene Tiefenebenen:

  • 1
    Der Vordergrund, der Ihnen am nächsten ist: Er schließt meistens das Bild nach unten hin ab.
  • 1
    Die erste Ebene,, auf halber Entfernung: Dies ist im Allgemeinen die Ebene, auf der sich das Hauptmotiv befindet. Je geringer der Abstand zwischen Ihnen und dieser Ebene ist, umso unschärfer ist der Hintergrund.
  • 1
    Die zweite Ebene, hinter dem Motiv: Sie kann ein Nebenmotiv enthalten.
  • 1
    Der Hintergrund,, die am weitesten entfernteste Ebene: Das ist die Kulisse.

In einem Bild, das aus mehreren Ebenen besteht, bestimmt die Stelle, auf die Sie die Schärfe legen, die erste Ebene. Sie können also auswählen, auf welcher Ebene das Motiv scharf sein soll. Wenn sich Ihre DxO ONE im Modus AF-S oder AF-OD befindet, tippen Sie auf das Display Ihres Smartphones, um den Fokusbereich festzulegen.
Beachten Sie, dass Motive, die zu weit von der ersten Ebene entfernt sind, so wirken als würden sie sich auf einer Ebene befinden Man verliert dann an Tiefe und damit den angestrebten 3-D-Effekt.

Bei Landschaftsaufnahmen positionieren Sie ein Element, beispielsweise einen Zweig oder einen Stein auf der ersten Ebene, um dem Bild Tiefe zu verleihen und ein flaches Bild zu vermeiden. Ein großes Feld auf dem Land kommt besser zur Geltung, wenn sich auf der ersten Ebene ein schöner Baum befindet. Wenn die Sonne am Ende des Tages tief steht, schafft eine Abfolge von Feldern oder Tälern eine hohe visuelle Tiefe.

Platzieren Sie bei Architekturaufnahmen in geschlossenen Räumen ein Objekt auf der ersten Ebene. Wenn es gut positioniert ist, strukturiert es die Aufnahme und beugt weniger interessanten Leerräumen vor.

Bei Porträtaufnahmen verwendet man Bildausschnittebenen. Es reicht schon aus, wenn Sie sich Ihrem Motiv mit Ihrer DxO ONE nähern, um von einer Ebene zur nächsten zu wechseln. Man lässt im Bildausschnitt also weniger Raum für die Kulisse und es kommt vor, dass der Hintergrund sogar ganz verschwindet. Umgekehrt: Je mehr Sie sich von einer Person entfernen, um eine gemeinsame Ebene zu schaffen, umso mehr Platz lassen Sie für die Kulisse. Die Person neigt dann dazu, zu verschwinden, damit die Kulisse in den Vordergrund rückt.

Hier die am häufigsten verwendeten Bildausschnittebenen:

  • 1
    Die gemeinsame Ebene: Die Person ist ein Element der Umgebung. Person und Umgebung haben die gleiche Bedeutung im Bild. So lässt sich die jeweilige Aktion in die Gesamtsituation einordnen, ihr wird Kontext verliehen.
  • 1
    Die mittlere Ebene: Die Person wird im Stehen fotografiert, der Hintergrund liefert weiterhin Informationen zum Kontext, aber er verliert an Schärfe.
  • 1
    Die amerikanische Einstellung: Der Person im Bildausschnitt auf halber Schenkelhöhe kommt mehr Bedeutung zu, der Hintergrund ist weniger präsent.
  • 1
    Die Nahaufnahme: Das ist die klassische Ebene eines Porträts. Die Person wird unterhalb der Taille abgeschnitten, .der Hintergrund ist unscharf.
  • 1
    Die Großaufnahme: Das Gesicht der Person füllt das gesamte Bild aus, der Hintergrund ist nicht mehr vorhanden. Diese Art von Bild ist sehr intim.

Wählen Sie die passende Ebene, je nachdem, ob Sie die Person und/oder die Kulisse zeigen möchten.

Die Grundlagen von Bildausschnitt und -komposition Mon, 18 Dec 2017 08:54:38 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/8-7-1-framing-composition-basics/

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Grundlagen von Bildausschnitt und -komposition
Komposition

Um ein schönes ausgeglichenes Bild zu erhalten, platzieren Sie wichtige Motive auf den wichtigen Achsen und/oder Punkten Ihres Bildes. Achten Sie dabei auf die Blickrichtung des Betrachters und spielen Sie mit Formen und Farben.

Um ein perfektes Bild umzusetzen, nehmen Sie sich Zeit für Ihre Bildkomposition und platzieren Sie sorgfältig die verschiedenen Elemente im Bild.

Bei der Fotografie gilt das Gleiche wie bei allen Bildkompositionen: Es ist sinnvoll, Ihren Bildausschnitt in drei mal drei Felder aufzuteilen. So erhalten Sie Drittel-Linien, auf denen Sie die wichtigen Bildelemente platzieren sollten. Lassen Sie sich diese Linien über das Raster während der Aufnahme anzeigen. Sie können es im Menü „Einstellungen“ Ihrer DxO ONE aktivieren und dann durch Wischen nach unten auf dem Vorschaudisplay anzeigen. Mit diesem Raster können Sie auch die korrekte horizontale Ausrichtung Ihres Fotos prüfen.
Die Schnittpunkte dieser Drittel-Linien sind die oben erwähnten wichtigen Bildpunkte. Wenn Sie dort die für Sie relevanten Bildelemente positionieren, verleihen Sie Ihrer Komposition mehr Dynamik.

(Fotograf Jean-Marc Alexia)

Linien, vor allem horizontale Linien, finden sich in allen Kompositionen. Sie entsprechen der westlichen Leserichtung, die wir nutzen, indem wir unseren Blick ganz natürlich von links nach rechts bewegen. Ein Bild, das auf diesen horizontalen Linien basiert, wird als ausgewogen, stabil und solide erachtet.

Die Fotografie beschränkt sich nicht auf das Querformat. Sie können Ihr Smartphone und die DxO ONE auch drehen, um ein Bild in vertikaler Ausrichtung zu komponieren. Das Hochformat eignet sich besonders gut für Porträts. Bei Landschafts- oder Architekturaufnahmen sorgt das vertikale Format für mehr Dynamik und hilft, die Aufnahmen zu variieren.

Die diagonale Linie, die häufig in der Architekturfotografie Anwendung findet, verleiht einem Bild Tiefe und Bewegung. Auch Kurven leiten den Blick ins Bild, allerdings etwas sanfter. Beobachten und fotografieren Sie Elemente mit runden Formen in Ihrer Umgebung: eine Wendeltreppe, eine Serpentinenstraße oder eine Baumkrone.

Um einen guten Aufnahmewinkel zu bestimmen, beobachten Sie den Raum Ihres Motivs genau, bevor Sie sich ihm nähern. Der Einsatz von Vogel- oder Froschperspektive verändert die Proportionen eines Motivs. Wenn Sie beispielsweise am Fuße eines Gebäudes fotografieren und das Objektiv nach oben richten, erscheint die Basis des Gebäudes viel größer (breiter) als seine Spitze. Perspektiven werden so verfälscht: Dies ist ein mögliches Stilmittel, um dem Betrachter die Größe des Gebäudes zu verdeutlichen.

Auch Farben sind Teil der Bildkomposition und haben eine wichtige Auswirkung auf das Bild. Blau vermittelt Ruhe und Schlichtheit. Wenn Sie ausdrucksstarke und kraftvolle Bilder lieben, wählen Sie eher Rot oder Gelb als dominante Farbe.

Der ND-Filter Mon, 18 Dec 2017 08:54:39 +0000 DxO Tutorials https://reference-dxoone.dxo.com/8-6-3-nd-filter/

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Der ND-Filter
Zubehör

Der ND-Filter verdunkelt das gesamte Bild und ermöglicht künstlerische Effekte.

Durch starkes Tageslicht, insbesondere im Sommer, kann ein Bild überbelichtet (zu hell) werden, selbst wenn die Blende des Objektivs Ihrer DxO ONE maximal geschlossen ist (ƒ/11) und die ISO-Empfindlichkeit so niedrig wie möglich eingestellt ist (100 ISO). Der ND0.9-Filter reicht dann aus, um die Lichtmenge so weit zu verringern, dass das Bild perfekt belichtet wird.

(Fotograf Florence AT)

Der ND-Filter (Neutral Density oder Neutraldichte) ist für alle Aufnahmemodi Ihrer DxO ONE geeignet. Er verringert das Umgebungslicht, damit Sie am helllichten Tag mit einer langen Belichtungszeit – je nach dem Wert des verwendeten Filters bis zu mehreren Dutzend Sekunden – fotografieren können. Der ND-Filter verhindert so, dass das Bild in der prallen Sonne überbelichtet wird und ermöglicht künstlerische Effekte bei Tageslicht, selbst bei offener Blende.

(Fotograf Florence AT)

Den ND-Filter können Sie ganz einfach mit dem Zubehör DxO ONE Optical Adapter an Ihrer DxO ONE oder direkt auf dem Schutzgehäuse DxO ONE Outdoor Shell. befestigen. DxO bietet zwei kompatible Modelle der Marke Heliopan an, die die Farbwiedergabe nicht beeinflussen und keinen Farbstich im finalen Bild verursachen. Das Modell ND0.9 verringert den Lichteinfall um 3 Blendenstufen (8-mal weniger Licht), während das Modell ND2 ihn um 6,66 Blendenstufen verringert (100-mal weniger Licht).

Bei künstlerischen Aufnahmen ermöglicht der Filter ND0.9 Belichtungszeiten von einigen Sekunden, die Bewegungsunschärfeeffekte z.B. bei der Fotografie eines Wasserfalls im Unterholz ermöglicht. Der stärkere Filter ND2 entfernt Fahrzeuge oder Passanten auf der Straße, die sich in prallem Sonnenlicht nur kurz vor der Kamera bewegen.

Die Filter verfügen über ein doppeltes Gewinde, sodass das Überlagern von Filtern möglich ist, um den Effekt bei Bedarf zu verstärken.